Am 12. Februar 2026 fuhr Cornelia Hütter in Cortina im Super-G zu Olympia-Bronze, eine Hundertstelsekunde vor ihrer Teamkollegin Ariane Rädler. Es sollte ihr letzter großer Auftritt sein, vor den Spielen war für sie klar, dass sie aufhört. Im Mai 2026 verkündete die Steirerin dann, doch noch eine Saison zu fahren.
Steckbrief: Wer ist Cornelia Hütter?
- Name: Cornelia “Conny” Hütter
- Geboren: 29. Oktober 1992 in Graz, aufgewachsen in Kumberg bei Graz (33 Jahre, am 29. Oktober wird sie 34)
- Beruf: Skirennläuferin, Spezialistin für Abfahrt und Super-G
- Weltcup: Debüt im Dezember 2011 in Lake Louise, zehn Siege bis Dezember 2025, davon fünf in der Abfahrt
- Höhepunkte: Disziplinenwertung Abfahrt 2023/24, WM-Bronze im Super-G 2023, Olympia-Bronze im Super-G 2026
- Auszeichnung: Steirische Sportlerin des Jahres 2018
- Privat: hält ihr Privatleben aus der Öffentlichkeit heraus
Bronze in Cortina
Der Super-G am 12. Februar war ein Rennen der Ausfälle. Mehrere Mitfavoritinnen schieden aus, Olympiasiegerin wurde die Italienerin Federica Brignone, Silber ging an die Französin Romane Miradoli. Hütter lag 0,52 Sekunden hinter Brignone. Nach dem Rennen sagte sie im ORF-Interview, sie habe gewusst, dass sie verloren habe, wenn sie nicht “all-in” gehe, und sie habe während der Fahrt gekämpft. Die damals 33-Jährige verlängerte damit Österreichs Serie: Seit 2006 gab es im Olympia-Super-G der Frauen für das ÖOC-Team immer mindestens eine Medaille.
Die Entscheidung: weitermachen
Dass sie aufhören wollte, hatte sie sich lange vorgenommen: Vor den Spielen sei ihr im Grunde klar gewesen, dass sie aufhört. Am 4. Mai 2026 gab sie bekannt, eine weitere Weltcup-Saison zu fahren. Die Medaille habe den Ausschlag gegeben: “Das ist genau das, was du willst, ich möcht das machen.” Und für den Winter gelte: “Jetzt ist nur ein Ziel in meinem Kopf und das ist die nächste Saison.” Weiterentwickeln will sie sich im Weltcup, als Person und als Unternehmerin.
Ein langer Weg mit Rückschlägen
Ihr Weltcup-Debüt gab sie mit 19 Jahren im Dezember 2011 in Lake Louise, die großen Titel kamen später. 2017 erlitt sie einen schweren Kreuzband- und Meniskusriss, 2019 folgte ein weiterer Teilriss. Dazwischen liegt ihr Comeback-Sieg in der Abfahrt von Lake Louise, im Super-G der Olympischen Spiele 2018 in Pyeongchang wurde sie Achte, und die Steirische Sporthilfe-Gala wählte sie 2018 zur Sportlerin des Jahres.
2023 holte sie WM-Bronze im Super-G, in der Saison 2023/24 gewann sie die Disziplinenwertung in der Abfahrt und damit ihre erste kleine Kristallkugel. Den zehnten Weltcupsieg feierte sie im Dezember 2025 in der Abfahrt von Val-d’Isère vor der Deutschen Kira Weidle-Winkelmann und Lindsey Vonn, zu diesem Zeitpunkt unverhofft: In den Trainings war sie abgeschlagen gewesen. Abfahrt beschreibt sie selbst als “Stress pur”.
Abseits der Piste
Ihr Privatleben schirmt sie ab. Die Steiermark ist ihr Rückzugsort, Ausgleich findet sie in der Natur, beim Klettern, Reiten und im Motorsport. Im Training setzt sie auf Akrobatik- und Stabilitätseinheiten, um bei hohen Geschwindigkeiten die Kontrolle zu behalten.
Hütter bei 9 Plätze - 9 Schätze
Bei der ORF-Show am 26. Oktober 2026 ist Hütter die prominente Patin der Steiermark und bewirbt gemeinsam mit der Moderatorin Renate Rosbaud die Riegersburg. Alle Finalisten und die Wertung stehen in der Übersicht zu 9 Plätze - 9 Schätze 2026. Auch der Skirennläufer Manuel Feller hat ein Porträt.
Weitere Porträts finden Sie in unserer Promis-Rubrik.
FAQ: Häufige Fragen zu Cornelia Hütter
Wie alt ist Cornelia Hütter?
Sie wurde am 29. Oktober 1992 in Graz geboren und ist 33 Jahre alt, am 29. Oktober 2026 wird sie 34.
Hat Cornelia Hütter bei Olympia eine Medaille gewonnen?
Ja, Bronze im Super-G am 12. Februar 2026 in Cortina d’Ampezzo, 0,52 Sekunden hinter Olympiasiegerin Federica Brignone.
Hört Cornelia Hütter auf?
Nein. Sie gab am 4. Mai 2026 bekannt, eine weitere Weltcup-Saison zu fahren, obwohl sie ein Karriereende erwogen hatte.
Wie viele Weltcupsiege hat Cornelia Hütter?
Zehn bis Dezember 2025, davon fünf in der Abfahrt. Den zehnten holte sie in Val-d’Isère.
Welche Erfolge hat Cornelia Hütter?
Die Disziplinenwertung in der Abfahrt 2023/24 (kleine Kristallkugel), WM-Bronze im Super-G 2023 und Olympia-Bronze im Super-G 2026.
Wofür ist Cornelia Hütter bei 9 Plätze - 9 Schätze zuständig?
Sie ist die prominente Patin der Steiermark und bewirbt die Riegersburg.