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Aktuelle SUVs für Familien: Platz, Preise und Sicherheit im Vergleich

Eltern beladen den Kofferraum eines Familien-SUV mit Koffern und Kinderwagen, zwei Kinder warten daneben

In Österreich braucht jedes Kind unter 14 Jahren, das kleiner als 135 Zentimeter ist, einen eigenen Kindersitz. Bei drei Kindern entscheidet deshalb die Rückbank über das Familienauto, nicht die PS-Zahl. Unter 15 SUVs, die derzeit für Familien in Frage kommen, weist Euro NCAP nur bei einem drei Isofix-Plätze nebeneinander in der zweiten Reihe aus. Dazu kommen Unterschiede bei Kofferraum, Crashtest-Sternen und Preis, die auf den ersten Blick nicht auffallen, und eine österreichische Besonderheit: die NoVA.

Worauf es bei einem Familien-SUV ankommt

Drei Kindersitze nebeneinander auf der Rückbank eines SUV, die Mutter schnallt das Kleinkind an

Kindersitze. Laut oesterreich.gv.at muss jedes Kind einen eigenen Sitzplatz und eine passende Rückhalteeinrichtung haben, bis es 135 Zentimeter groß ist. Isofix-Halterungen gibt es in fast allen SUVs nur auf den beiden äußeren Plätzen der Rückbank. Einige Modelle von Škoda und VW haben eine dritte am Beifahrersitz, dann sitzt ein Kind vorne.

Kofferraum. Die Hersteller messen unterschiedlich, mal bis zur Abdeckung, mal bis zum Dach. Die Werte in der Tabelle sind deshalb nur grob vergleichbar. Bei Siebensitzern zählt vor allem, was mit aufgestellter dritter Reihe übrig bleibt: oft nicht mehr als in einem Kleinwagen.

Crashtest. Euro NCAP vergibt bis zu fünf Sterne, die Anforderungen werden aber regelmäßig strenger. Fünf Sterne aus 2020 sind nicht dasselbe wie fünf Sterne aus 2025. Das Testjahr steht deshalb in der Tabelle dabei.

15 Familien-SUVs im Vergleich

Modell Preis ab Antrieb Einstieg Sitze Kofferraum Euro NCAP
Dacia Duster 21.490 € Mild-Hybrid Benzin 5 rund 517 l 3 Sterne (2024)
Dacia Bigster 24.790 € Mild-Hybrid Benzin 5 bis 667 l 3 Sterne (2024)
Hyundai Tucson 35.490 € Benzin 5 546 l 5 Sterne (2021)
Kia Sportage 35.890 € Benzin 5 526 bis 591 l 5 Sterne (2022)
VW Tiguan 37.490 € Mild-Hybrid Benzin 5 652 l 5 Sterne (2024)
Škoda Elroq 37.820 € Elektro, 453 km 5 470 l 5 Sterne (2025)
Peugeot 5008 41.230 € Hybrid Benzin 7 serienmäßig 748 l, mit 7 Sitzen 259 l 4 Sterne (2025)
Tesla Model Y 41.970 € Elektro, 525 km 5, 7 nur mit Allrad 836 l 5 Sterne (2025)
Škoda Enyaq 43.980 € Elektro, 455 km 5 585 l 5 Sterne (2025)
Toyota RAV4 (neue Generation) 44.690 € Vollhybrid 5 514 l noch nicht getestet
Škoda Peaq 49.980 € Elektro, 449 km 5, 7 als Paket 935 l, mit 7 Sitzen 299 l noch nicht getestet
Škoda Kodiaq 52.890 € Mild-Hybrid Benzin 5, 7 optional 857 l 5 Sterne (2024)
Hyundai Santa Fe 57.990 € Plug-in-Hybrid, Allrad 5, 7 für 1.000 € mehr 711 l (Hybrid) 4 Sterne, mit Safety Pack 5 (2024)
Kia Sorento 63.640 € Diesel, Allrad 5, 7 für 1.000 € mehr 608 bis 902 l, mit 7 Sitzen 179 l 5 Sterne (2020)
Kia EV9 69.990 € Elektro, 563 km 7 serienmäßig 828 l, mit 7 Sitzen gut 300 l 5 Sterne (2023)

Quellen: österreichische Preislisten und Konfiguratoren der Hersteller (Listenpreise inklusive NoVA und Umsatzsteuer, ohne Aktionen), Euro NCAP, ADAC-Autokatalog für einzelne Kofferraumwerte. Reichweiten nach WLTP. Stand 22. Oktober 2026. Beim Kodiaq gab es zu diesem Zeitpunkt keine Preisliste, skoda.at nannte 52.890 und 56.740 Euro.

Ein Hinweis zur Liste: Der neue Hyundai Tucson ist laut Hyundai Österreich noch nicht am österreichischen Markt erhältlich, in der Tabelle steht die aktuelle Generation. Der Peugeot 5008 hat in der Ausstattung Style laut Preisliste derzeit eine Lieferzeit bis März 2027.

Preisbewusst: Duster und Bigster

Die beiden Dacia sind mit Abstand die günstigsten SUVs im Feld, der Bigster bietet für 24.790 Euro einen Kofferraum in der Größe eines Mittelklasse-SUV. Der Haken steht in der letzten Spalte: Beide haben im Euro-NCAP-Test 2024 nur drei Sterne bekommen. Für ein Auto, in dem Kinder sitzen, ist das kein Detail. Wer bei Dacia kauft, spart rund 11.000 bis 16.000 Euro gegenüber Tiguan oder Sportage und nimmt dafür das deutlich schwächere Crashtest-Ergebnis in Kauf.

Die bewährte Mitte: Tiguan, Sportage, Tucson

Zwischen 35.000 und 38.000 Euro liegen drei Fünfsitzer mit fünf Sternen. Der VW Tiguan hat mit 652 Litern den größten Kofferraum der drei und, laut Euro NCAP, eine Isofix-Halterung am Beifahrersitz zusätzlich zu den beiden äußeren hinten. Das schafft Platz für drei Kindersitze, wenn eines der Kinder vorne sitzen darf. Sportage und Tucson haben Isofix nur hinten außen. Ihre Fünf-Sterne-Wertungen stammen aus 2022 und 2021, also nach älteren Kriterien.

Sieben Sitze: 5008, Kodiaq, Santa Fe, Sorento

Der Peugeot 5008 ist der günstigste Siebensitzer im Vergleich, die dritte Reihe ist bei ihm serienmäßig. Er hat aber vier statt fünf Sterne. Der Škoda Kodiaq kommt auf fünf Sterne aus 2024 und hat drei Isofix-Plätze, zwei hinten außen und einen am Beifahrersitz. In der dritten Reihe gibt es bei ihm laut Euro NCAP keine.

Der Hyundai Santa Fe ist das einzige Modell im Vergleich, bei dem Euro NCAP Isofix auf allen drei Plätzen der zweiten Reihe ausweist, also drei Kindersitze nebeneinander. Getestet wurde allerdings die Hybridversion, in Österreich gibt es nur den Plug-in-Hybrid, und die österreichische Preisliste nennt Isofix nur für die äußeren Plätze. Wer genau deswegen kauft, sollte es beim Händler am Auto selbst prüfen.

Ein Wort zur dritten Reihe: Mit allen sieben Sitzen bleiben beim 5008 259 Liter, beim Sorento 179 Liter Kofferraum. Das reicht für Schultaschen, nicht für das Urlaubsgepäck einer Großfamilie.

Elektrisch: Elroq, Enyaq, Model Y, Peaq, EV9

Weißes Elektro-SUV lädt im Carport an einer Wallbox, Mutter und Tochter gehen zum Haus

Bei den Elektro-SUVs liegen der Škoda Elroq und das Tesla Model Y preislich auf dem Niveau eines Tiguan, beide mit fünf Sternen aus 2025. Das Model Y hat mit 836 Litern laut ADAC deutlich mehr Kofferraum, dazu ein Fach unter der vorderen Haube. Neu ist der Škoda Peaq, seit Juni 2026 bestellbar: 935 Liter bei fünf Sitzen, die dritte Reihe kostet als Paket 1.041,60 Euro Aufpreis. Einen Euro-NCAP-Test gibt es für ihn noch nicht. Der Kia EV9 ist mit 69.990 Euro der teuerste im Vergleich, dafür ein vollwertiger Siebensitzer mit 563 Kilometern Reichweite.

Elektroautos sind in Österreich längst kein Nischenthema mehr. Laut Statistik Austria waren von Jänner bis September 2026 26,2 Prozent aller neu zugelassenen Pkw reine Elektroautos, 36,7 Prozent Benzin-Hybride.

NoVA und Versicherungssteuer: was Österreich anders macht

Der Listenpreis enthält in Österreich die Normverbrauchsabgabe, und die hängt am CO₂-Ausstoß. Laut Finanzministerium gilt 2026: CO₂ in Gramm pro Kilometer minus 91, geteilt durch 5, ergibt den Steuersatz in Prozent, höchstens 80 Prozent. Über 155 Gramm kommen 80 Euro je Gramm dazu, vom Ergebnis werden 350 Euro abgezogen. Zwei Beispiele:

  • SUV mit 140 g/km und 30.000 Euro Nettopreis: Steuersatz 9,8 Prozent, NoVA rund 2.590 Euro.
  • Siebensitzer mit 160 g/km und 40.000 Euro Nettopreis: Steuersatz 13,8 Prozent plus 400 Euro Malus, NoVA rund 5.570 Euro.

Reine Elektroautos sind von der NoVA befreit. Bei Plug-in-Hybriden zählt der gewichtete CO₂-Wert, der meist so niedrig ist, dass kaum NoVA anfällt. Wer mit einem Verbrenner noch überlegt: Der Abzugswert sinkt 2027 auf 88 Gramm, dasselbe Auto aus dem ersten Beispiel kostet dann rund 180 Euro mehr NoVA.

Seit 1. April 2025 zahlen auch Elektroautos die motorbezogene Versicherungssteuer, berechnet nach Leistung und Gewicht. Ein E-Auto mit 100 kW und 2.000 Kilogramm kommt laut ÖAMTC auf 495 Euro im Jahr, die meisten E-Autos liegen darunter.

Muss es ein SUV sein?

Viele Familien landen beim SUV, weil man höher sitzt und die Kindersitze bequemer anschnallen kann. Wer vor allem Platz braucht, sollte trotzdem auch Kombi und Van vergleichen. Welche Fragen bei der Entscheidung zwischen Van und Kombi helfen und welche laufenden Kosten Familien einplanen sollten, steht bei den Tipps für günstige Familienautos auf familienjournal.com.

Häufige Fragen zu SUVs für Familien

Welcher SUV hat drei Isofix-Plätze nebeneinander?

Im Vergleich nur der Hyundai Santa Fe, laut Euro NCAP mit Isofix auf allen drei Plätzen der zweiten Reihe. Škoda Kodiaq, Elroq, Enyaq, Peaq und VW Tiguan haben drei Isofix-Plätze, davon aber einen am Beifahrersitz.

Welcher Siebensitzer-SUV ist am günstigsten?

Der Peugeot 5008 ab 41.230 Euro, bei ihm sind sieben Sitze serienmäßig. Beim Škoda Peaq kostet die dritte Reihe 1.041,60 Euro Aufpreis, bei Santa Fe und Sorento je 1.000 Euro.

Müssen Elektroautos in Österreich NoVA zahlen?

Nein, Fahrzeuge ohne CO₂-Ausstoß sind von der NoVA befreit. Die motorbezogene Versicherungssteuer zahlen sie seit April 2025 aber schon.

Ab wann darf ein Kind ohne Kindersitz mitfahren?

Ab 135 Zentimetern Körpergröße reicht der normale Sicherheitsgurt. Kinder unter 14 Jahren, die kleiner sind, brauchen eine geeignete Rückhalteeinrichtung.

Wie aussagekräftig sind die Euro-NCAP-Sterne?

Sie sind nur innerhalb desselben Testjahres direkt vergleichbar, weil die Anforderungen regelmäßig strenger werden. Ein Fünf-Sterne-Auto aus 2020 würde nach heutigen Regeln nicht automatisch wieder fünf Sterne bekommen.

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