
Wenn der Winter vorbei ist, verschwinden Strickjacken und -pullover oft im Schrank und erwarten dort die Wiederkehr der kalten Jahreszeit. Doch das muss nicht so sein! Wie jedes Jahr, gibt es auch diesmal wieder ein paar Trends, die sich super im Frühjahr und Sommer tragen lassen. Dabei ist es egal, ob Sie diese selbst stricken oder kaufen. Was dieses Jahr angesagt ist und wie Sie es am besten kombinieren können, finden Sie hier!
Der Grandpa-Cardigan
Wer kennt sie nicht, Opas alte Strickjacke, die irgendwie zu jedem Outfit passt und ihm immer steht? Dieses Jahr sind die leicht übergroßen, langen und klassisch gehaltenen Strickjacken in konservativer Optik etwas für jeden. Egal ob zum Kleid, mit Jeans oder T-Shirt - der Grandpa-Cardigan punktet mit seiner Schlichtheit und Eleganz. An lauen Sommerabenden hält er wunderbar warm und wenn Sie ihn selber machen, ist Merinowolle ganz hervorragend, da sie schön warm ist und flexibel bleibt. Sollten Sie schon etwas Erfahrung im Stricken haben, können Sie Ihren Grandpa-Cardigan mit einem schönen Zopfmuster verzieren, um der Jacke ein wenig Eleganz zu verleihen.
Sommertops aus leichter Wolle
Wenn das Wetter endlich warm wird, stehen luftige Tanktops aus Wolle ganz oben auf der Trendliste. In fröhlichen Sommerfarben, werden sie nicht nur Ihre eigene Stimmung heben. Sommertops sind auch für Anfänger eine großartige Idee, da sie schnell gemacht und die Muster recht einfach sind, da sie keine Ärmel haben. In Kombination mit einer Jeans oder einem schlichten Rock sehen die bunten Oberteile super aus. Sie können selbst für die nächste Party ein schickes Top aus gold- oder silberfarbenem Garn stricken. Wenn es schnell gehen soll, gibt es Spezialisten wie etwa Rabe, wo sie die Strickmode kaufen können.
In der warmen Jahreszeit lohnt es sich, nach der richtigen Wolle zu suchen, um leichte, luftige Sommertops zu stricken. Besonders Wolle aus Leinen und Baumwolle eignet sich hier gut. Das Garn ist atmungsaktiv, damit es Ihnen im Sonnenschein nicht zu heiß wird. Garn aus Seide und Kaschmir hält ebenfalls wunderbar kühl und ist schön weich und angenehm auf der Haut. Es empfiehlt sich zudem, für den Trend der Sommertops Lochmuster zu verwenden, die Hitzestaus vermeiden und eine gute Durchlüftung ermöglichen.
Pullover mit Polokragen
Der neuste Trend dieses Jahr ist etwas für geübtere Stricker: Polokragen am Pullover. Schnell wird aus einem einfachen Strickpullover ein elegantes Kleidungsstück, das auch im Meeting oder auf dem Laufsteg seinen Platz hat. Wenn Sie noch nicht so lange stricken, lohnt es sich, eine genaue Anleitung zu finden und dieser sehr genau zu folgen. Wenn Ihnen das zu viel Aufwand ist, scheuen Sie sich nicht, sich den Pullover mit Polokragen einfach in einem Geschäft zu kaufen. Der Trendige Look lässt sich dieses Jahr einfach nicht umgehen!
Bunt gestreifte Strickpullover
Ein letzter Trend, der einfach nicht aus der Mode kommt, sind gestreifte Pullover in bunten Farben. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf und kombinieren Sie all Ihre Lieblingsfarben für diesen einmaligen Hingucker. Tragen Sie ihn mit einer Jeans oder mittellangen Culotte oder auch einem ebenfalls gestrickten Rock. Ihnen sind hier keine Grenzen gesetzt und die gute Laune ist garantiert. Aber es müssen bitte Querstreifen sein!
Zeitlose Strickklassiker, die jede Saison überstehen
Neben den saisonalen Trends gibt es einige Strickstücke, die unabhängig von Modewellen jedes Jahr wieder aus dem Schrank geholt werden: der schlichte Rollkragenpullover, das ärmellose Strickkleid für Übergangstage und die klassische Strickjacke in Naturtönen. Wer in hochwertige Basics investiert, statt jede Saison neu zu kaufen, hat langfristig mehr davon und tut nebenbei auch der Umwelt einen Gefallen, da Strickwaren aus guter Wolle bei richtiger Pflege viele Jahre halten.
Selber stricken oder kaufen?
Ob Selbermachen oder Kaufen die bessere Wahl ist, hängt von Zeit, Erfahrung und Geduld ab. Wer gerne strickt, hat den Vorteil, Farbe, Garn und Passform ganz nach eigenem Geschmack zu wählen, und ein selbst gestricktes Stück hält meist besonders lange, weil hochwertige Wolle verwendet wird. Dafür braucht es Zeit: Ein einfaches Sommertop lässt sich in wenigen Abenden fertigstellen, ein Pullover mit Zopfmuster oder Polokragen kann dagegen mehrere Wochen in Anspruch nehmen. Wer es eilig hat oder noch nicht so geübt ist, greift bedenkenlos zum fertigen Stück aus dem Fachgeschäft, das Ergebnis muss deswegen nicht weniger stilvoll sein.
So bleibt Strickmode lange schön
Damit die Lieblingsstücke lange Freude machen, kommt es vor allem auf die richtige Pflege an. Wollsachen sollten so selten wie möglich gewaschen werden, denn häufiges Waschen baut die natürliche Fettschicht der Wolle ab, die sie von Natur aus geruchshemmend und leicht schmutzabweisend macht. Meist reicht es, das Kleidungsstück nach dem Tragen einfach gut auszulüften. Ist eine Wäsche nötig, gehört Strickware in den Wollwaschgang bei maximal 30 Grad mit einem speziellen Wollwaschmittel, da höhere Temperaturen zum Einlaufen führen können.
Bei der Aufbewahrung gilt eine einfache Regel: Strickteile gehören gefaltet und liegend in den Schrank, niemals auf den Kleiderbügel. Am Bügel zieht sich das Gewicht des Stoffs nach unten und die Form leiert dauerhaft aus. Wer Strickwaren für die wärmere Jahreszeit einlagert, sollte sie vorher waschen oder reinigen, denn Motten fühlen sich besonders von Schweißresten angezogen. Kleine Beutel mit Lavendel, Zedernholz oder Walnussblättern im Schrank halten Motten zusätzlich fern, ganz ohne Chemie.
Quellen zur Wollpflege: Braun Hamburg: Merinowolle waschen und meinfrollein.de: Wolle richtig aufbewahren.