Er hat den erfolgreichsten österreichischen Kinofilm seit den 1960er-Jahren gedreht und dem Land mit “MA 2412” und den “Vorstadtweibern” zwei Serien gegeben, die im kollektiven Gedächtnis hängen: Harald Sicheritz prägt die heimische Unterhaltung seit über drei Jahrzehnten. Im Oktober 2026 kommt sein bislang ernstester Film ins Kino.
Steckbrief: Wer ist Harald Sicheritz?
- Name: Harald Sicheritz
- Geboren: 25. Juni 1958 in Stockholm (68 Jahre), aufgewachsen in Wien-Favoriten
- Beruf: Regisseur und Drehbuchautor
- Ausbildung: Doktorat in Politikwissenschaft und Publizistik, Universität Wien (1983)
- Kinofilme: “Muttertag”, “Hinterholz 8”, “Wanted”, “Poppitz”, “Bad Fucking”
- Serien: “Kaisermühlenblues”, “MA 2412”, “Vorstadtweiber”
- Aktuell: “Bruno - Der junge Kreisky”, Kinostart 1. Oktober 2026
- Privat: liiert mit Schauspielerin Proschat Madani
Vom Musiker zum Regisseur
Sicheritz kam 1958 in Stockholm zur Welt, wo sein Vater als AUA-Pilot stationiert war, und wuchs in Wien-Favoriten auf. Sein Weg zum Film führte über Umwege: Er studierte Politikwissenschaft und Publizistik und promovierte 1983 mit einer Arbeit darüber, wie das Fernsehen unterhält - ein Thema, das seine spätere Laufbahn vorwegnahm. Von 1981 bis 1985 arbeitete er als Redakteur beim ORF-Jugendmagazin “Ohne Maulkorb”, daneben schrieb er Kolumnen. 1980 gründete er außerdem die Band “Wiener Wunder”.
“Hinterholz 8” und die großen Komödien
1993 kam die schwarze Komödie “Muttertag” ins Kino. Vier Jahre später folgte der Film, der bis heute Rekorde hält: “Hinterholz 8” wurde mit rund 618.000 Besuchern zum erfolgreichsten österreichischen Kinofilm seit den 1960er-Jahren. Die Geschichte vom Häuselbauer, den die Renovierung ruiniert, traf einen Nerv. “Wanted” (1999) und “Poppitz” (2002) setzten die Serie fort, letzterer wurde der zweiterfolgreichste heimische Film.
Drei Serien, drei Jahrzehnte
Parallel entstand sein Fernsehwerk: “Kaisermühlenblues” ab 1995, “MA 2412” von 1998 bis 2001 - die Amtsstuben-Satire, die 2003 auch als Kinofilm lief - und ab 2014 sechs Staffeln “Vorstadtweiber”. Dazwischen inszenierte er mehrere “Tatort”-Folgen und Fernsehfilme wie “Clara Immerwahr”.
Der Kreisky-Film
Sein Projekt für 2026 verlässt das komödiantische Fach: “Bruno - Der junge Kreisky” startet am 1. Oktober 2026 im Kino und erzählt von den Jugendjahren des späteren Bundeskanzlers im Wien der späten 1920er-Jahre: ein Schüler aus wohlhabendem jüdischem Elternhaus, der zur sozialistischen Arbeiterjugend stößt und sich dem aufkommenden Faschismus entgegenstellt. Die Hauptrolle spielt der Nestroy-Preisträger Nils Arztmann; im Ensemble stehen unter anderem Thomas Stipsits, Adele Neuhauser, Gerti Drassl - und Proschat Madani.
Das Paar Sicheritz und Madani
Privat ist Sicheritz mit der Schauspielerin Proschat Madani liiert, der Romy-Preisträgerin von 2019. Beruflich kreuzen sich ihre Wege regelmäßig: Madani spielte in den “Vorstadtweibern” ebenso wie in “Bad Fucking” und nun im Kreisky-Film. Auch Nina Proll gehörte zum Stammensemble der “Vorstadtweiber”.
Weitere Porträts finden Sie in unserer Promis-Rubrik.
FAQ: Häufige Fragen zu Harald Sicheritz
Wie alt ist Harald Sicheritz?
Er wurde am 25. Juni 1958 in Stockholm geboren und ist 68 Jahre alt.
Welche Filme hat Harald Sicheritz gedreht?
Unter anderem “Muttertag”, “Hinterholz 8”, “Wanted”, “Poppitz”, “MA 2412 - Die Staatsdiener” und “Bad Fucking”. Im Fernsehen verantwortete er “Kaisermühlenblues”, “MA 2412” und die “Vorstadtweiber”.
Mit wem ist Harald Sicheritz zusammen?
Mit der Schauspielerin Proschat Madani, die in mehreren seiner Produktionen mitgespielt hat.
Was ist der neue Film von Harald Sicheritz?
“Bruno - Der junge Kreisky” über die Jugendjahre des späteren Bundeskanzlers, Kinostart am 1. Oktober 2026.