Das Online Frauenjournal

  • Promis
  • Gesundheit
  • Mode
  • Finanzen
  • Wohnen
  • Beauty
  • Familie
  • Reisen
  • Liebe
  • Beruf

Camouflage Make-up: Rötungen, Narben und Pigmentflecken richtig abdecken

Ob auffällige Rötungen, eine Narbe, Pigmentflecken oder ein Feuermal: Es gibt Hautveränderungen, die sich mit gewöhnlichem Make-up nicht zuverlässig abdecken lassen. Genau dafür wurde Camouflage entwickelt, ein besonders deckendes, wasserfestes Make-up, das ursprünglich aus der medizinischen Kosmetik stammt. Richtig angewendet lässt es selbst kräftige Verfärbungen verschwinden, ohne wie eine Maske zu wirken. Der Schlüssel liegt in der Technik, nicht in der Menge.

Was Camouflage von normalem Make-up unterscheidet

Camouflage-Make-up hat eine deutlich höhere Deckkraft und einen höheren Pigmentanteil als eine übliche Foundation. Es ist meist wasser- und wischfest und hält dadurch besonders lange, oft den ganzen Tag über. Eingesetzt wird es überall dort, wo starke Deckkraft gefragt ist: bei Aknenarben und anderen Narben, bei Couperose und Rötungen, bei Pigment- und Altersflecken, bei Vitiligo, Feuermalen sowie zum Abdecken von Tätowierungen oder Besenreisern an den Beinen. Der Preis für diese Deckkraft ist eine etwas anspruchsvollere Anwendung, die sich aber schnell erlernen lässt.

Farbkorrektur: das Geheimnis der Profis

Bevor überhaupt eine hautfarbene Schicht zum Einsatz kommt, steht bei starken Verfärbungen die Farbkorrektur. Sie beruht auf einem einfachen Prinzip des Farbkreises: Gegenüberliegende Farben neutralisieren sich. Das nutzt man gezielt aus:

  • Grün gegen Rot: Ein grüner Korrektor neutralisiert Rötungen, gerötete Äderchen, Couperose und entzündete Pickel.
  • Gelb oder Orange gegen Blau: Bläuliche Schatten wie dunkle Augenringe, blaue Venen oder verblassende blaue Tattoos lassen sich mit einem lachs- bis orangefarbenen Ton ausgleichen.
  • Violett gegen Gelb: Ein gelbstichiger Teint oder gelbliche Blutergüsse werden mit einem zarten Lila-Ton neutralisiert.

Der Farbkorrektor wird nur punktuell und sehr dünn auf die betroffene Stelle getupft. Erst danach folgt das eigentliche Camouflage in der passenden Hautfarbe.

Schritt für Schritt zum ebenmäßigen Teint

Die richtige Reihenfolge entscheidet über das Ergebnis. So gehen Sie vor:

  • Vorbereiten: Beginnen Sie mit sauberer Haut und tragen Sie Ihre gewohnte Tagespflege auf. Lassen Sie sie kurz einziehen, damit das Make-up gleichmäßig haftet.
  • Korrigieren: Decken Sie starke Verfärbungen zuerst mit dem passenden Farbkorrektor ab.
  • Auftragen: Nehmen Sie nur wenig Camouflage-Creme auf und arbeiten Sie sie mit einem Pinsel, einem Schwämmchen oder dem warmen Finger in dünnen Schichten ein. Viele dünne Lagen decken besser und wirken natürlicher als eine dicke.
  • Fixieren: Pudern Sie das Ergebnis mit einem losen Fixierpuder ab. Erst dieser Schritt macht das Make-up wirklich wasserfest und langlebig. Kurz einwirken lassen, überschüssiges Puder abnehmen.

Wichtig ist, den Farbton sorgfältig an die eigene Haut anzupassen und ihn an einer unauffälligen Stelle wie dem Kinn zu testen. Ein zu heller oder zu dunkler Ton fällt sofort auf. An Übergängen, etwa zum Hals, sollten Sie die Ränder gut verblenden.

Die passenden Produkte

Camouflage gibt es von mehreren spezialisierten Marken, viele davon in Apotheken erhältlich und dermatologisch getestet. Bekannt sind unter anderem Dermacolor von Kryolan sowie die Camouflage-Linien Dermablend und Toleriane großer Kosmetikhersteller. Sinnvoll sind Sets mit mehreren Farbtönen und Korrektoren, weil sich damit der individuelle Hautton genau mischen lässt. Für großflächige Anwendungen oder besondere Hautveränderungen lohnt sich eine kostenlose Camouflage-Beratung, wie sie manche Apotheken und Kosmetikinstitute anbieten. Dort lernen Sie die Technik direkt am eigenen Gesicht.

Camouflage für unterschiedliche Stellen

Je nach Hautpartie und Anlass unterscheidet sich das Vorgehen ein wenig. Bei dunklen Augenringen kommt es auf eine feine, gut verblendete Schicht an, denn die Haut unter den Augen ist dünn und neigt dazu, sich in Fältchen abzusetzen. Hier hilft ein lachsfarbener Korrektor und sehr wenig Produkt. Tätowierungen sind eine besondere Herausforderung, weil die kräftigen Farben stark durchscheinen. Sie erfordern in der Regel zuerst einen farbkorrigierenden Ton, der die Tattoo-Farbe neutralisiert, und darüber mehrere dünne Camouflage-Schichten, jeweils gut abgepudert. An den Beinen, etwa zum Abdecken von Besenreisern oder Narben, arbeiten Sie großflächiger und sollten das Ergebnis besonders sorgfältig fixieren, damit es an der Kleidung nicht abfärbt. Grundsätzlich gilt überall dasselbe Prinzip: dünn aufbauen, gut verblenden, fixieren.

Häufige Fehler vermeiden

Die meisten enttäuschenden Ergebnisse gehen auf wenige, leicht vermeidbare Fehler zurück. Der häufigste ist ein zu dick aufgetragenes Make-up, das schnell nach Maske aussieht und in Fältchen bricht. Weniger ist hier tatsächlich mehr. Ebenso verbreitet ist der falsche Farbton, der zu hell oder zu dunkel gewählt wurde und dadurch auffällt, statt zu kaschieren. Wer das Abpudern auslässt, verliert die Wasserfestigkeit und wundert sich, dass das Make-up verschmiert. Und schließlich werden die Übergänge zu Hals und Haaransatz oft vergessen, wodurch eine sichtbare Kante entsteht. Wer diese vier Punkte im Blick behält, erzielt schon mit etwas Übung ein natürliches, langlebiges Ergebnis.

Worauf Sie noch achten sollten

Camouflage ist ein hochwertiges Werkzeug, aber kein Ersatz für medizinische Behandlung. Wer stark unter einer Hautveränderung leidet, etwa unter ausgeprägter Couperose oder Rosazea, sollte die Ursache zusätzlich dermatologisch abklären lassen. Achten Sie außerdem darauf, das Make-up am Abend gründlich zu entfernen, denn wasserfeste Produkte brauchen einen geeigneten Reiniger. Die Haut sollte über Nacht atmen können. Bei frischen Narben oder offenen Stellen gilt: erst abheilen lassen, bevor Sie abdecken. Und auch das gehört zur Wahrheit: Ebenmäßige Haut ist ein schönes Ziel, aber kleine Makel sind menschlich. Camouflage ist ein Angebot, mehr Sicherheit zu gewinnen, kein Muss.

Quellen: DocMedicus Gesundheitslexikon: Camouflage und activebeauty.at: Camouflage in 6 Schritten.

Mehr dazu
  1. Styling-Tipps für Brillenträgerinnen: Die schönsten Brillen, Outfits und Make-up für festliche Anlässe
  2. Sixpack für Frauen: So trainieren Sie die Bauchmuskeln richtig
  3. Zähne bleichen: Methoden, Kosten und worauf Sie beim Bleaching achten müssen
  4. Juckende Haut und Stresspickel – wie geht man am besten mit stressbedingten Hautproblemen um?

Aktuelle Artikel

Bianca Holzmann: Alter, Geburtstag & Karriere im Steckbrief

Susanne Thier: Hochzeit, Kinder & die Frau an Sebastian Kurz’ Seite

Otto Konrad: Frau, Tochter & Forsthaus Rampensau – Goalie heute

Sabrina Wlk früher und heute: Alter, Shows & Karriere

Nadine Mirada: Alter, Herkunft & die Gerüchte um Apache 207

Zoe Müllner: Herkunft, Alter & Freund der Miss Earth Austria

Copyright Frauenjournal - Weiter zum Kontakt und Impressum | Datenschutzerklärung- Wir wünschen Ihnen viel Spass auf unserem Online Journal für Frauen