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Dompfarrer Toni Faber: Freundin, Zölibat & Kinder – alle Infos

Kaum ein Geistlicher polarisiert in Österreich so sehr wie Toni Faber. Der Wiener Dompfarrer feiert Messen im Stephansdom, tanzt am Opernball, segnet Motorräder und sitzt in jeder zweiten Society-Kolumne. Für die einen ist er der nahbarste Kirchenmann des Landes, der die Kirche dorthin bringt, wo die Menschen sind. Für die anderen ist er ein Society-Pfarrer, der das Amt mit dem roten Teppich verwechselt.

Seit Monaten sorgt Faber für Schlagzeilen wie nie zuvor: Es geht um die Frau an seiner Seite, um seine Aussagen zum Zölibat – und um sein Ende als Dompfarrer, das inzwischen offiziell besiegelt ist. Wer ist der Mann hinter dem römischen Kragen wirklich? Hier finden Sie alle Fakten zu Alter und Werdegang, zur Freundin Natalie Nemec, zur Zölibat-Debatte und zur Frage, wie es mit ihm weitergeht.

Wer ist Dompfarrer Toni Faber?

Steckbrief Toni Faber

  • Voller Name: Anton “Toni” Faber
  • Geboren: 18. März 1962 in Wien (64 Jahre)
  • Aufgewachsen: in Wien-Rodaun, mit drei Geschwistern
  • Beruf: römisch-katholischer Priester, Dompfarrer von St. Stephan
  • Priesterweihe: 1988
  • Dompfarrer seit: 1997, Domkapitular seit 2000
  • Ruhestand: für Sommer 2027 angekündigt
  • Bekannt für: Society-Auftritte, Opernball, mediale Präsenz

Toni Faber wächst als eines von vier Kindern in Wien-Rodaun am Stadtrand auf. Dass er einmal der bekannteste Pfarrer Österreichs werden würde, war nicht vorgezeichnet – den Ausschlag gibt ausgerechnet eine Krise: Als junger Mann erhält Faber eine schwere medizinische Diagnose, die Ärzte geben ihm nur noch wenige Jahre. Er selbst erzählte später offen, dass ihn diese Erfahrung endgültig zu Gott und zum Priesterberuf geführt hat. Die Diagnose erwies sich als überwindbar – der Berufswunsch blieb.

Faber studiert Theologie an der Universität Wien und wird 1988 zum Priester geweiht. Danach geht es steil bergauf: Er arbeitet als Kaplan, wird Präfekt im Priesterseminar und schließlich Zeremoniär der Wiener Erzbischöfe – zuerst unter Kardinal Groër, dann unter Christoph Schönborn.

Karriere: Mit 35 Jahren Chef im Stephansdom

1997 folgt der große Karrieresprung: Mit gerade einmal 35 Jahren übernimmt Faber die Leitung der Dompfarre St. Stephan – die wohl prominenteste Pfarrstelle des Landes. Im Jahr 2000 wird er zusätzlich ins Domkapitel aufgenommen, 2007 erhält er das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich, 2024 das Goldene Ehrenzeichen des Landes Wien.

Was Faber von Anfang an von anderen Pfarrern unterscheidet: Er versteht den Stephansdom nicht nur als Kirche, sondern als Bühne, auf der Kirche und Gesellschaft einander begegnen. Er tauft und traut Prominente, verabschiedet verstorbene Größen der Wiener Gesellschaft, segnet bei Events und ist bei Filmpremieren ebenso anzutreffen wie bei Charity-Galas. Kaum ein gesellschaftliches Großereignis der Stadt kommt ohne ihn aus – und keiner verkörpert das Wiener Nebeneinander von Weihrauch und Walzer so sehr wie er.

Genau diese Rolle brachte ihm den Ruf des “Society-Pfarrers” ein – liebevoll gemeint bei den einen, als Vorwurf bei den anderen. Faber selbst hat sich nie dafür entschuldigt: Er gehe eben dorthin, wo die Menschen sind, auch wenn dort Champagner ausgeschenkt wird.

Toni Faber und Natalie Nemec: die Frau an seiner Seite

Seit einigen Jahren taucht neben Toni Faber immer wieder dieselbe Frau auf: Natalie Nemec, eine Anlageberaterin aus Wien. Dreimal in Folge begleitete sie ihn bereits zum Wiener Opernball, dazu kommen zahlreiche gemeinsame Auftritte bei Society-Events, Premieren und Empfängen. Die Boulevardpresse nennt sie längst seine “Dauerbegleiterin” – manche Medien schreiben ganz offen von der “neuen Freundin” des Dompfarrers.

Faber selbst wählt seine Worte auffallend präzise. Im Interview stellte er klar: “Ich tituliere keine Frau als meine Lebensgefährtin, sondern ich bin sehr froh, dass ich Natalie bei offiziellen Anlässen an meiner Seite habe.” Sie sei eine sehr gute Freundin, die ihn unterstützt und die er unterstützt. An anderer Stelle formulierte er es so: Er entscheide sich bewusst “für eine ganz konkrete Person als meine ständige Begleitung” – alles Persönliche darüber hinaus solle aber privat bleiben.

Eine Liebesbeziehung haben beide nie bestätigt. Offiziell ist und bleibt Natalie Nemec seine enge Vertraute und Begleiterin – eine Formel, die Faber Spielraum lässt und die Kirchenoberen dennoch zunehmend nervös machte. Denn die Bilder vom Opernball sprechen für viele Beobachter eine deutlichere Sprache als alle vorsichtigen Formulierungen.

Mehr über sie lesen Sie in unserem Porträt: Natalie Nemec – Alter, Beruf und die Beziehung zu Toni Faber.

Toni Faber und Claudia Stöckl: Was war da wirklich?

Lange bevor Natalie Nemec ins Bild kam, wurde Toni Faber immer wieder mit einer anderen prominenten Frau in Verbindung gebracht: Ö3-Moderatorin Claudia Stöckl, bekannt aus der Radio-Sendung “Frühstück bei mir”. Über Jahre hielten sich hartnäckig Gerüchte, zwischen dem Dompfarrer und der Radiostimme des Landes laufe mehr als Freundschaft.

Die Faktenlage ist unspektakulärer: Kennengelernt haben sich die beiden bei einer Wanderung der Bergrettung, seither verbindet sie eine enge, langjährige Freundschaft – und vor allem ein gemeinsames Herzensprojekt. Faber engagiert sich seit Jahren für Stöckls Hilfsverein ZUKI (“Zukunft für Kinder”), der Bildungs- und Hilfsprojekte für Straßenkinder in Kalkutta finanziert. Eine Beziehung war es nach übereinstimmenden Aussagen beider nie: Die Gerüchte nahmen Faber und Stöckl stets mit Humor, verbunden seien sie durch ihr soziales Engagement.

Zölibat: Warum darf der Dompfarrer eine Freundin haben?

Die Frage beschäftigt halb Österreich: Wie passt eine ständige weibliche Begleitung zum Zölibat? Die kurze Antwort: Als katholischer Priester hat sich Toni Faber zur Ehelosigkeit verpflichtet – Freundschaften zu Frauen sind ihm aber selbstverständlich erlaubt. Genau auf diese Unterscheidung legt Faber größten Wert, wenn er Natalie Nemec konsequent als gute Freundin und nicht als Lebensgefährtin bezeichnet. Solange keine Partnerschaft vorliegt, verstößt er formal gegen keine Regel.

Gleichzeitig macht Faber kein Geheimnis daraus, was er vom Pflichtzölibat hält: “Der Zölibat gehört nicht abgeschafft, aber es wird völlig überschätzt”, sagte er wörtlich. Der Zölibat sei Kirchenrecht und kein göttliches Gebot – in anderen christlichen Kirchen gebe es schließlich längst verheiratete Priester, nur die katholische Kirche halte am verpflichtenden Ehelosigkeits-Versprechen fest. Fragen wie diese müsse man offen diskutieren dürfen: Muss die katholische Priester-Lebensform für immer mit einer zölibatären Lebensweise verbunden bleiben?

Mit dieser Offenheit stand Faber innerhalb der Kirche zunehmend allein da – nicht, weil seine Position exotisch wäre, sondern weil er sie als amtierender Dompfarrer mit maximaler medialer Reichweite vertrat, während neben ihm die Society-Fotos entstanden.

Schlagzeilen und Kontroversen: mehr als nur der Zölibat

Die Zölibat-Debatte ist nicht die erste Kontroverse in Fabers Laufbahn. Wie katholisch.de zusammenfasst, sorgte er über die Jahre mehrfach für Aufsehen: 2009 wurde er nach einer Alkoholfahrt verurteilt, später brachte ihm ein im Dom ausgestelltes Kunstwerk eines Scientology-Mitglieds Kritik ein, dazu kamen immer wieder provokante öffentliche Aussagen.

Auch seine Wohnsituation wurde zum Medienthema: Faber bewohnt eine rund 100 Quadratmeter große Dienstwohnung im Dachgeschoß des Churhauses direkt am Stephansplatz – mit Blick auf den Dom. Als Medien das als Luxus darstellten, verteidigte die Erzdiözese die Wohnung: viel Platz für eine Einzelperson, ja – aber kein Luxus. Die Dompriester teilen sich eine gemeinsame Küche, die Wohnung steht Faber nur für die Dauer seines Amtes zu, Betriebskosten und Einrichtung zahlt er selbst. Für den Dachausbau 2007 seien zudem keine Kirchenbeitragsmittel verwendet worden.

Abschied 2027: Die Entscheidung ist gefallen

Was lange als Gerücht kursierte, ist seit Mai 2026 offiziell: Toni Fabers Zeit als Dompfarrer endet. Der neue Wiener Erzbischof Josef Grünwidl, Nachfolger von Kardinal Christoph Schönborn, setzt auf eine klarere Linie beim öffentlichen Auftreten seiner Geistlichen – und störte sich zunehmend an der Dauerpräsenz seines prominentesten Pfarrers zwischen Opernball, Society-Events und Zölibat-Interviews.

Nach wochenlangen Gesprächen zwischen Faber und Grünwidl fiel die Entscheidung: Faber wird im Sommer 2027 in den Ruhestand versetzt – nach dann genau 30 Jahren als Dompfarrer von St. Stephan. Das Pikante daran: Inhaltlich liegen die beiden gar nicht weit auseinander, auch Grünwidl gilt in Fragen wie Zölibat und Weihe von Frauen als gesprächsbereit. Der Unterschied liegt im Stil – der Erzbischof will die Debatten in Gremien führen, nicht auf dem roten Teppich.

Priester bleibt Toni Faber selbstverständlich auch nach 2027. Wie seine nächste Rolle aussieht, ist noch offen – dass es um den umtriebigsten Kirchenmann des Landes still wird, gilt allerdings als ausgeschlossen.

Hat Toni Faber Kinder?

Nein, eigene Kinder hat Toni Faber keine – als katholischer Priester hat er nie eine Familie gegründet. Kinder spielen in seinem Leben trotzdem eine große Rolle: Gemeinsam mit Claudia Stöckl engagiert er sich seit Jahren für den Verein ZUKI, der Straßenkindern in Kalkutta Bildung, Unterkunft und medizinische Versorgung ermöglicht. Auf die alten Beziehungsgerüchte angesprochen, verwiesen beide gern genau darauf: Was sie verbinde, sei die Liebe zu den Kindern in Kalkutta.

FAQ: Häufige Fragen zu Toni Faber

Ist Toni Faber verheiratet?

Nein. Als römisch-katholischer Priester lebt Toni Faber im Zölibat und war nie verheiratet. Natalie Nemec bezeichnet er als gute Freundin und ständige Begleitung, nicht als Partnerin.

Ist Natalie Nemec die Freundin von Toni Faber?

Offiziell nicht: Faber nennt die Wiener Anlageberaterin eine “sehr gute Freundin”, eine Liebesbeziehung haben beide nie bestätigt. Sie begleitet ihn aber seit Jahren zu offiziellen Anlässen, darunter dreimal zum Opernball.

Wie alt ist Toni Faber?

Toni Faber wurde am 18. März 1962 in Wien geboren und ist 64 Jahre alt.

Wo wohnt Toni Faber?

Faber bewohnt eine rund 100 Quadratmeter große Dienstwohnung im Dachgeschoß des Churhauses am Stephansplatz mit Blick auf den Dom. Sie steht ihm nur während seiner Amtszeit zu.

Warum hört Toni Faber als Dompfarrer auf?

Erzbischof Josef Grünwidl kündigte im Mai 2026 an, dass Faber im Sommer 2027 in den Ruhestand versetzt wird. Hintergrund sind die Debatten um seinen Umgang mit dem Zölibat und seine starke mediale Präsenz.

Mehr dazu
  1. Natalie Nemec: Alter, Ehemann & Beziehung zu Toni Faber
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