Mit ihrer Talkshow schrieb sie in den 90ern deutsche TV-Geschichte, heute verkuppelt sie Österreichs Landwirte und stöbert in Antiquitäten: Arabella Kiesbauer gehört seit fast vier Jahrzehnten zu den prägendsten TV-Gesichtern des Landes – und hat 2025 gleich zwei neue Formate übernommen.
Hier ist ihr Porträt: von “X-Large” über mehr als 3.000 Talkshow-Folgen bis zu “Bares für Rares Österreich”, inklusive des dunkelsten Kapitels ihrer Karriere – und wie sie selbst darüber spricht.
Steckbrief: Wer ist Arabella Kiesbauer?
- Name: Arabella Kiesbauer, verheiratete Eblinger
- Geboren: 8. April 1969 in Wien (57 Jahre)
- Eltern: deutsche Schauspielerin, Vater aus Ghana
- Durchbruch: Talkshow “Arabella” (ProSieben, 1994-2004)
- Aktuell: “Bauer sucht Frau” (ATV), “Bares für Rares Österreich” (PULS 4), “Kampf der Realitystars” (RTLzwei)
- Familie: verheiratet seit 2004 mit Unternehmer Florens Eblinger, zwei Kinder
Mit 18 ins Fernsehen: von “X-Large” zur eigenen Talkshow
Aufgewachsen in Wien als Tochter einer deutschen Theaterschauspielerin und eines ghanaischen Studenten, maturierte Kiesbauer am Lycée Français und stand schon 1987 mit 18 Jahren für die ORF-Jugendsendung “X-Large” vor der Kamera. 1994 folgte der große Sprung nach Deutschland: Die tägliche ProSieben-Talkshow “Arabella” lief zehn Jahre lang, brachte es auf über 3.000 Folgen und ihrer Moderatorin den Bayerischen Fernsehpreis.
Der Briefbomben-Anschlag 1995
Mitten in der Erfolgszeit wurde Kiesbauer Ziel eines rassistisch motivierten Anschlags: Am 9. Juni 1995 explodierte im Münchner ProSieben-Studio eine an sie adressierte Briefbombe des österreichischen Rechtsterroristen Franz Fuchs; ihre Assistentin wurde verletzt. “Das ist ein Ereignis, das kann man nicht vergessen”, sagte sie Jahrzehnte später. Und: “Ich musste mich von einer gewissen Leichtigkeit des Seins verabschieden.” Statt sich zurückzuziehen, ging sie in die Offensive und engagierte sich an Schulen gegen Rassismus.
Zurück in Österreich: Starmania, Song Contest, Bauernhof
Nach dem Ende ihrer Talkshow kehrte Kiesbauer nach Österreich zurück und wurde zur Allrounderin: Sie moderierte vier Staffeln “Starmania” (2002-2009) und 2021 auch das Comeback “Starmania 21”, stand 2015 beim Eurovision Song Contest in Wien gemeinsam mit Mirjam Weichselbraun und Alice Tumler auf der größten Bühne Europas – und verkuppelt seit 2014 bei “Bauer sucht Frau” auf ATV Österreichs Landwirte. “Ich werde mit vollem Einsatz versuchen, Österreichs Singlebauern weiterhin erfolgreich unter die Haube zu bringen”, kündigte sie damals an – über ein Jahrzehnt später läuft das Format noch immer mit ihr.
2025/26: zwei neue Formate
Mit Mitte 50 legte Kiesbauer noch einmal nach: Seit Frühjahr 2025 moderiert sie “Kampf der Realitystars” auf RTLzwei als Nachfolgerin von Cathy Hummels, und seit Herbst 2025 führt sie durch “Bares für Rares Österreich” auf PULS 4. Ihre Begründung klingt nach ihr: “Ich liebe Geschichten, die das Leben schreibt. Und so trägt auch jede Rarität eine ganz persönliche mit sich.”
Privat: Familie hinter verschlossenen Türen
So präsent Kiesbauer beruflich ist, so konsequent schirmt sie ihr Privatleben ab: Seit 2004 ist sie mit dem Wiener Unternehmer Florens Eblinger verheiratet, das Paar hat zwei Kinder – mehr gibt sie dazu bewusst nicht preis. Ihrer ghanaischen Herkunft widmete sie die Autobiografie “Mein afrikanisches Herz”, eine Spurensuche nach den Wurzeln ihres Vaters.
Weitere Porträts finden Sie in unserer Promis-Rubrik.
FAQ: Häufige Fragen zu Arabella Kiesbauer
Wie alt ist Arabella Kiesbauer?
Sie wurde am 8. April 1969 in Wien geboren und ist 57 Jahre alt.
Ist Arabella Kiesbauer verheiratet?
Ja, seit 2004 mit dem Wiener Unternehmer Florens Eblinger. Das Paar hat zwei Kinder, die sie konsequent aus der Öffentlichkeit hält.
Was moderiert Arabella Kiesbauer aktuell?
“Bauer sucht Frau” auf ATV (seit 2014), seit 2025 zusätzlich “Kampf der Realitystars” auf RTLzwei und “Bares für Rares Österreich” auf PULS 4.
Was geschah beim Briefbomben-Anschlag auf Arabella Kiesbauer?
Am 9. Juni 1995 explodierte im Münchner Studio eine an sie adressierte Briefbombe des Rechtsterroristen Franz Fuchs; ihre Assistentin wurde verletzt. Kiesbauer engagierte sich danach aktiv gegen Rassismus.
Wie lange lief die Talkshow “Arabella”?
Von 1994 bis 2004 auf ProSieben – über 3.000 Folgen.